Kennecott Utah Copper Copperton Concentrator Plant von Rio Tinto

Metalle und Bergbau

Kunde

Die zu Rio Tinto gehörende Kennecott Utah Copper Company (KUCC) ist der zweitgrößte Kupferproduzent in den Vereinigten Staaten und liefert derzeit 25% des gesamten US-Kupferangebots. KUCC befindet sich im Salt Lake City Valley und ist seit 108 Jahren in Betrieb. Es hat mehr Kupfer - 19 Millionen Tonnen - produziert als jede andere Mine der Welt. Das in der Konzentratoranlage verarbeitete Erz liefert jedes Jahr 269.000 Tonnen Kupfer, 500.000 Unzen Gold, 4 Millionen Unzen Silber und 28 Millionen Pfund Molybdän.

Herausforderung

Kennecott Utah Copper betreibt die Konzentrationsanlage der Bingham-Canyon-Mine, eine Schmelzhütte und eine Raffinerie. Das Erz aus dieser Mine wird zu einer Aufschlämmung konzentriert, über Rohrleitungen zum Schmelzprozess geleitet und dann zur Raffinerie geschickt. Ein effizienter Betrieb der Konzentrierungsanlage ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Betriebszeit der Schmelzanlage. Jedes Jahr wird die Konzentratoranlage insgesamt 36 Mal abgeschaltet. Dies ist notwendig, um kritische Ausrüstungen zu warten, da wichtige Reparaturen und Aufrüstungen durchgeführt werden.

Das Problem bei Bingham war, dass die Länge der Ausfallzeiten einen Engpass im Gesamtprozess verursachte. Mit der Unterbrechung des Produktionsprozesses wurde auch der Verkauf von Kupfer und anderen damit verbundenen Materialien eingestellt, was zu Einnahmeverlusten in Millionenhöhe führte. KUCC hat eine starke Unternehmenskultur, die viele hochqualifizierte und erfahrene Mitarbeiter hervorbringt, die ihre Arbeit mit Leidenschaft machen. Trotz bemerkenswerter Hingabe und harter Arbeit kam es bei der Stilllegung immer wieder zu Abweichungen in Bezug auf Zeit, Kosten und Umfang. Um dieses Ergebnis zu verbessern, beauftragte KUCC Kepner-Tregoe (KT) mit der Beurteilung der Situation und der Zusammenarbeit mit dem Team zur Beseitigung des Engpasses.

Lösung

KT arbeitete mit dem Asset-Management-Team zusammen, um eine erweiterte Version des Stilllegungsprozesses von KUCC zu identifizieren, zu entwickeln und zu implementieren. Die erste Aufgabe bestand darin, einen erfolgreichen Wartungszyklus - das Herunterfahren und Wiederanfahren der Konzentratoranlage - durchzuführen. In enger Zusammenarbeit mit dem KUCC-Team bei den täglichen Aktivitäten des Shutdown-Managements wurde der Schwerpunkt auf die Definition und Planung gelegt. Zu den wichtigsten Prozessschritten gehörten die Entwicklung von Zielen, Teilprojekten mit detaillierten Arbeitsaufteilungen, Ressourcenbeschränkungen und -abgleich, Risikobewertung und Implementierung. Die Prozessgestaltung und -implementierung umfasste die Erstellung einer sichtbaren Prozesslandkarte, die Integration eines neuen Stillstandsprozesses in bestehende KUCC-Systeme und das Management aller Berührungspunkte mit internen Teams. Durch die enge Abstimmung mit den Beteiligten wurde sichergestellt, dass sowohl die organisatorischen Anforderungen als auch die Erwartungen berücksichtigt wurden.

Nach Abschluss eines erfolgreichen Abschaltzyklus bestand der nächste Schritt darin, die Fähigkeiten von KUCC zu entwickeln, um erfolgreiche Abschaltungen in der Zukunft zu gewährleisten. Dies wurde durch tägliches Coaching und Mentoring des Stillstandsteams vor Ort erreicht. Die Anwendung Learn and Do von KT wurde eingesetzt, um die Teammitglieder bei der Definition, Planung und Durchführung von Stillständen zu schulen. Diese Anwendung bot einen Rahmen, um viele wichtige Aspekte der Abschaltung zu identifizieren, die in der bisherigen Planung nicht sichtbar waren.

Nachdem die neuen Prozesse eingeführt und alle Teams aufeinander abgestimmt waren, wurden die Verantwortung und das tägliche Management auf den Koordinator für das Shutdown-Management übertragen. KT coachte das KUCC-Management, um die neuen Prozesse in der DNA der Organisation zu verankern und die Verbesserungen nachhaltig zu machen. Den Teammitgliedern wurde beigebracht, wie man Befragungen von Einzelpersonen und Gruppen durchführt, wie man geeignete Daten sammelt, wie man Erfolgshindernisse erkennt und beseitigt und wie man Lösungen zur kontinuierlichen Verbesserung überwacht und umsetzt.

Um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten, wurde schließlich ein Audit des Stilllegungsprozesses durchgeführt und eine Lückenanalyse vorgenommen. Auf der Grundlage der Ergebnisse wurden die Teammitglieder angeleitet, sich auf die Bereiche zu konzentrieren, in denen Verbesserungsmöglichkeiten bestehen.

Ergebnisse

Die Zusammenarbeit und die Umsetzung haben sich gelohnt. Durch den Stilllegungsprozess wurden im ersten Jahr der Umsetzung über $11 Millionen eingespart. Die Termintreue verbesserte sich um 60% und steuert auf Weltklasse-Ergebnisse zu. Die wichtigsten Leistungsindikatoren (KPls) für die Stilllegungsleistung verbesserten sich gegenüber allen Vorjahren. Die Teamleistung (im Umfang und zu den Kosten) verbesserte sich um 60%. Die administrative Arbeitsbelastung beim Shutdown sank um mehr als 50%, so dass sich die Teammitglieder auf andere Bereiche konzentrieren können, z. B. auf die Senkung der Kosten oder die Erzielung höherer Einnahmen. Die Verletzungshäufigkeitsrate (AIFR) verbesserte sich und förderte damit eine starke Sicherheitskultur, die ein zentraler Wert von KUCC ist.

Die Konzentratoranlage wurde so weit verbessert, dass sie nicht mehr der Engpass im Prozess ist. Das Vertrauen des Teams ist gestiegen, da der Stress reduziert wurde. Bei KUCC ist ein neues Gefühl der Zuversicht entstanden, da sie ihr Geschäft jetzt proaktiv führen.

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